
Im "Schaukelstuhl" in der grünen Hölle unterwegs Das 6-Stunden Rennen stand vergangenes Wochenende im Terminkalender von SemiQuarz RACING. Eine harte Herausforderung für Mensch und Material. Neben Dietmar Henke pilotierte Marco Keller den neu designten Renault Clio mit der Startnummer 705 durch die grüne Hölle. Was das SemiQuarz RACING Team so alles erlebte, erfahrt Ihr hier. Alle Teammitglieder der SemiQuarz Familie fieberten dem 6 Stunden Rennen, dem Höhepunkt der VLN-Saison, entgegen. Doch schon im Training bekam das Team nach einer kleinen "Kaltverformung hinten links" eine Vorahnung, dass es ein harter Tag werden könnte, bei dem man sich auf der Strecke nichts schenken würde. Marco Keller, der zum ersten mal bei der SemiQuarz Familie ins Lenkrad griff, konnte im Training eine 10:03 min. einfahren und sicherte somit Startposition 126 von 186 gewerteten Autos. In der zweiten Startgruppe war das Startposition 21 und somit ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis für das SemiQuarz RACING Team. Insgesamt waren an diesem Rennwochenende 24 Renault Clios in dieser Klasse gemeldet. Ein Rekordergebnis und eine schöne Bestätigung des erfolgreichen Konzeptes von Renault Motorsportchef Deutschland Bernd Hütter. . Startfahrer auf dem SemiQuarz Clio war Marco Keller, der sich sauber aus allen Rangeleien in der Startphase heraus hielt. Seine Zeiten war konstant, doch nach der sechsten Runde kam er unplanmäßig an die Box. Ein Unfall im Bereich Steilstrecke hatte den Clio arg mit genommen und so musste das SemiQuarz Racing Team „Erste Hilfe“ am Clio leisten. Ein Ausweichmanöver um zwei schnelleren Fahrzeugen Platz zu machen, war die Ursache des Abflugs in einen Reifenstapel. Schnell aber konnte Marco Keller die Fahrt wieder aufnehmen. Gespannt darauf, ob der Bolide ohne Folgeschäden weiter im Feld mitfahren kann, hielt sich das Team von SemiQuarz RACING zu weiteren Boxenstopps bereit. Doch Marco Keller fuhr seinen Turn zu Ende und kam in Runde 15 zum planmäßigen Boxenstopp an die Box gefahren. Dies hieß Fahrerwechsel und so übergab Marco Keller den gelb/blauen Boliden mit der Startnummer 705 mit der Warnung, dass zur Zeit viele Unfälle auf der Stecke zu vermelden sind, an Dietmar Henke. Er nahm die Fahrt auf und als wäre das Team nicht schon genug vom Pech verfolgt, fiel dann auch noch die Funkanlage wegen eines defekten Sendeknopfes aus. Doch auch hier behielt das Team von SemiQuarz RACING einen ruhigen Kopf und kommunizierte mit Hilfe der Boxentafel problemlos mit dem Fahrer. Doch schneller als erwartet in Runde 27 war der Clio wieder an der Box. Die Konsole des Fahrersitzes war aus der Verankerung gerissen warscheinlich wegen der harten Schläge im Abschnitt Hatzenbach oder Karussell. So wurde der Turn von Dietmar Henke bis zum Boxenstopp eine echte "Schaukelstuhlfahrt" durch die Grüne Hölle. Getreu dem SemiQuarz RACING Motto: „Aufgeben gilt nicht,“ konnte mit Hilfe des Teams von DOLATE Motorsport die Fahrersitzkonsole noch während des Rennens geschweisst werden. Den Schlussturn übernahm Marco Keller. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei Jürgen Dolate von Dolate Motorsport, die trotz eigener technischer Probleme an einem ihrer Fahrzeuge sich die Zeit nahmen, uns zu unterstützen. DANKE! Über eine gute Endplatzierung machte sich das SemiQuarz Team nun keine Gedanken mehr denn der unplanmäßige Boxenstopp kostete wertvolle Minuten, die jetzt nicht mehr einzuholen waren. Doch das Team setze alles daran den Clio über die Zielline zu bringen. Schließlich soll die Lust und der Spaß am Motorsport an erster Stelle stehen. Die Belohnung für das Durchhalten war, dass der Clio um kurz nach 18 Uhr als 104 platzierter von 127 gewerteten Teilnehmer und über 200 gestarteten Teams die Zielline passierte. Es gab bei diesem 6 Stunden Rennen sehr viele Unfälle und Ausfälle und so war das Ankommen auch ein Sieg für die SemiQuarz RACING Familie. Marco Keller und Dietmar Henke bedankten sich nach dem Rennen beim gesamten Team für die geleistete Arbeit und dem Unterstützung auf und neben der Strecke. Team und Fahrer waren sich einig: Es war ein tolles Rennwochenende, auch wenn nicht alles so verlief wie man es sich erhofft hatte. Nun gilt es, in der großen Sommerpause von gut 6 Wochen den Clio zu reparieren und und zu optimieren. Ende September heißt es dann wieder: Start frei für den blau gelben SemiQuarz Clio mit der Startnummer 705. Quelle: SemiQuarz RACING |